Quartiersentwicklung Wennigsen Kleines Lutterfeld

Quartiersentwicklung Wennigsen
Kleines Lutterfeld

Projektdaten Quartiersentwicklung Wennigsen „Kleines Lutterfeld“:
Auftraggeber: Klosterkammer Hannover
Grundstück: 13.750m² für Wohnbebauung, 5.000m² Friedhofserweiterungsfläche
Wohnen: 105 Wohnungen mit ca. 6.000m² Wohnfläche

Städtebauliche Erläuterung:
Eine Teilfläche des Feldes „Kleines Lutterfeld“ in Wennigsen mit ca. 13.375m² zzgl. Zufahrt soll im Rahmen eines städtebaulichen Vorentwurfes zu einem Quartier mit Wohnnutzung entwickelt werden. Die restliche Teilfläche von ca. 5.000m² ist als Friedhofserweiterungsfläche vorgesehen und nicht Bestandteil dieses städtebaulichen Vorentwurfes.

Lage:
Das „Kleine Lutterfeld“ liegt im Osten von Wennigsen in ca. 300m Entfernung zum Ortskern mit Kloster und Rathaus. Die Zufahrt erfolgt von der Sorsumer Straße aus dem Norden über eine Reservefläche zwischen vorhandener Mischbebauung. Im Osten schließt sich das Baugebiet „Langes Feld“ als allgemeines Wohngebiet an. Im Westen wird die Fläche durch eine Stichstraße mit gegenüberliegender Wohnbebauung begrenzt. Die Friedhofserweiterungsfläche bildet nach Süden den Abschluss des Gebietes.

Verkehrskonzept:
Die neue Erschließungstraße vom Norden soll als verkehrsberuhigte Ringstraße um ein mittiges Baufeld geführt werden. Diese Ringstraße erschließt alle weiteren Baufelder und vermeidet damit Sackgassen und Wendehammer. PKW-Stellflächen sind auf ein Mindestmaß reduziert und in verteilten Sammelflächen mit Ladestationen für die Elektromobilität eingeplant. Der Fuß- und Radverkehr soll innerhalb des neuen Quartiers und in der Verbindung zum Ortskern Vorrang erhalten. Dazu werden ausreichend Fahrradstellplätze mit Ladestationen vorgesehen.

Energetisches Konzept:
Die Erschließung ermöglicht eine Ausrichtung der Bebauung nach Süd-West und Süd-Ost. Diese Lage schafft eine gute Voraussetzung für eine Nutzung der passiven Sonnenenergie ohne die starke Überhitzungsproblematik einer reinen Südausrichtung im Sommer. Dadurch wird ein kostenintensiver außenliegenden Sonnenschutz in der Gebäudeplanung vermieden. Dachflächen können gut für Solarthermie und Photovoltaik genutzt werden. Die Wärmeversorgung für das Quartier ist über ein Nahwärmenetz mit BHKW im Norden des Gebietes geplant.

Bebauung:
Das Quartier „Kleines Lutterfeld“ ist bis auf den Süden mit größtenteils zweigeschossigen Wohnbebauungen umgeben. Der Vorentwurf nimmt im Osten die angrenzende Bebauung mit zweigeschossigen Einfamilien- und Reihenhäusern auf. In Verlängerung der Zufahrtsstraße soll über einen Quartiersplatz der Blick weiter nach Süden zur Friedhofsfläche geführt werden. Der Platz bildet mit seiner umgebenen Bebauung den Mittelpunkt und schafft die Verbindung zwischen dem Ortskern und dem Friedhof. Die Flächen um dem Quartiersplatz mit drei möglichen Vollgeschossen und die Ringstraße werden durch eine zweigeschossige  Mehrfamilienhausbebauung mit Staffelgeschoss begrenzt. Anstelle fester Trauf- und Firsthöhen wird eine Hüllfläche zur Höhenregulierung vorgesehen, in denen sich die Gebäudevolumen
erstrecken können. Die Ausrichtung und Abmessungen der Baugrenzen berücksichtigen die Vorgaben für eine nachhaltige und kostenoptimierte Bebauung. Über eine örtliche Bauvorschrift sollten die Grundzüge einer nachhaltigen Planung und Gestaltung festgeschrieben werden.

Tags

#Projektentwicklung, #Stadtplanung